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12. Januar 2020 | Doris Schulte

„Gott kennt dein Gestern, gib ihm dein Heute, er sorgt für dein Morgen!“ Ernst Modersohn

Stellt euer ganzes Leben Gott zur Verfügung!

Liebe Freunde, Beter und Spender,

am Anfang eines neuen Jahres haben viele von uns typische Fragen, die mit dem Erkennen von Gottes Willen zu tun haben. Wir überlegen, wie wir gute Entscheidungen treffen können, damit alles gut ausgehen wird. Bei all den Dingen, die wir tun könnten und angesichts all der Orte, wohin wir gehen könnten, woher sollen wir wissen, was davon für uns persönlich richtig ist? Wie können wir Gottes Reden hören, damit wir ihm gefallen und seinen Segen nicht verpassen? Vielleicht haben wir manchmal Schwierigkeiten, Gottes perfekten Plan für uns herauszufinden, weil Gott gar nicht vorhat, uns einen detaillierten Plan mitzuteilen. Vielleicht ist es unser Problem, dass wir trotzdem genau das von ihm erwarten. 

Als ich vor Jahren meine Eltern fragte, ob sie vor ihrer Umsiedlung von Deutschland nach Kanada nach Gottes Willen gefragt hätten, schüttelte mein Vater den Kopf. Er hatte nicht um ein Zeichen vom Himmel gebeten noch eine Schrift an der Wand erwartet, auch keine Verheißung, wie seine Zukunft in Kanada aussehen würde. Und das, obwohl er ein tiefgläubiger Mensch war. Er las regelmäßig in der Bibel, lebte mit Jesus und nutzte seinen gesunden Menschen¬verstand, der ständig durch Gottes Wort geheiligt wurde. Den Willen Gottes über das hinaus zu suchen, was Gott moralisch geboten hat, war für ihn ein fremdes Konzept. Seine Vorgehens¬weise war offensichtlich: Du tust einfach die naheliegenden Dinge, und während du sie tust und Jesus treu nachfolgst, verbringst du nicht Unmengen von Zeit damit, um herauszufinden, ob du dich für das Non-Plus-Ultra entschieden hast und ob dies dir andauerndes Glück und Erfüllung sichert.

Unser persönlicher Eifer, den Willen Gottes zu suchen, ist nicht immer gleichbedeutend mit einem Herz, das unbedingt Gott gehorchen und Jesus nachfolgen will. Manchmal ist da eher ein Kopf aktiv, der ständig um all die Optionen kreist, aus denen es zu wählen gilt. Die meisten unserer Gebete lassen sich in zwei Kategorien einordnen: Entweder wir beten darum, dass alles gutgehen wird, oder wir beten um das Wissen, dass alles gut gehen wird. Aber es ist nicht Gottes Weg, uns einen detaillierten Zukunftsplan für unser Leben in die Hand zu drücken, sondern er redet durch die Bibel zu uns, er verändert uns durch die Erneuerung unseres Denkens. Und zwar so, dass wir in der Lage sind, mit einem gesunden Menschen¬verstand, der stets durch Gottes Wort geheiligt wird, richtige Entscheidungen zu treffen. In Röm. 12,2 heißt es: „Stellt euer ganzes Leben Gott zur Verfügung! Bringt euch Gott als lebendiges Opfer dar, ein Opfer völliger Hingabe, an dem er Freude hat. Das ist für euch der vernunftgemäße Gottesdienst. Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an. Lasst euch vielmehr von Gott umwandeln, damit euer ganzes Denken erneuert wird. Dann könnt ihr euch ein sicheres Urteil bilden, welches Verhalten dem Willen Gottes entspricht, und wisst in jedem einzelnen Fall, was gut und gottgefällig und vollkommen ist!“ 

Wenn wir dem souveränen Willen Gottes vertrauen, können wir uns völlig nach seinem moralischen Willen ausrichten, ohne uns über seinen individuellen Willen für unser Leben sorgen zu müssen. 

In diesem Sinne wünsche ich Dir/Ihnen von Herzen ein gutes und gesegnetes neues Jahr,

Deine/Ihre,

Doris Schulte