Mein Name ist Arne
Portrait
Man kennt ihn. Als Fußballprofi war Arne Friedrich immer sichtbar, stand immer im Rampenlicht. Aber kennt man ihn wirklich? Woher kommt er, was hat ihn geprägt? Was glaubt er und wofür setzt er sich ein? Elena Eigenbrodt hat sich all diese Fragen gestellt und einen Mann kennengelernt, der weit mehr als nur Fußballer ist.
„Ich lege mich da gerne fest: Ich möchte lieber ohne Fußball leben als ohne meinen Glauben.“ Arne Friedrich wurde am 29. Mai 1979 in Bad Oeynhausen geboren. Er hatte eine ganz normale Kindheit, ging erst zur Realschule, dann auf die Berufsfachschule. Anschließend begann er eine Ausbildung zum Industriekaufmann und leistete Zivildienst. Das war aber alles vor dem Leben, durch das er schließlich bekannt und berühmt wurde.
Der Fußballprofi
Entdeckt hatte ihn Hermann Gerland bei einem Regionalspiel, Gerland trainierte zu der Zeit Arminia Bielefeld. Er bot Arne Friedrich direkt einen Profivertrag an, woraufhin dieser seine „normale“ berufliche Karriere spontan beendete und seinen Weg und Aufstieg als Profifußballer begann. Zuerst spielte Arne bei Arminia Bielefeld, wechselte zwei Jahre später nach Berlin. Auch dort war er direkt Stammspieler und wurde in der Saison 2004/2005 zum Teamkapitän ernannt. Vorher schon, im Jahr 2002, hatte Friedrich sein Debüt in der deutschen Nationalmannschaft, spielte sowohl bei der Europameisterschaft 2008, bei der er mit den Deutschen Vizeeuropameister wurde, als auch bei den Weltmeisterschaften 2006 und 2010, bei denen das Nationalteam jeweils mit dem dritten Platz abschloss. 2010 wechselte Arne Friedrich zum VfL Wolfsburg und anschließend nochmal nach Chicago, bis er 2013 wegen Rückenproblemen seine aktive Fußballkarriere beendete und eine Laufbahn als Fußballtrainer begann.
„Mein Glaube bedeutet mir mehr als der Fußball. “
Der Christ
All die Jahre begleitet ihn sein Glaube, zu dem er schon immer öffentlich steht. In verschiedenen Interviews macht er seine Position deutlich: Sein Glaube bedeutet ihm mehr als der Fußball. Schon als Jugendlicher ging er, unabhängig von seinen Eltern, die eher kaum zum Gottesdienst gingen, regelmäßig in die Kirche. Obwohl er es eigentlich langweilig fand, hat es ihn immer wieder dorthin gezogen. Als er nach Berlin zog, besuchte er größere, modernere Kirchen und vertiefte und festigte seinen Glauben dort immer weiter. Auch heute noch geht er in Berlin regelmäßig in eine amerikanische Gemeinde, an seinem Zweitwohnsitz in Amerika besucht Arne zweimal die Woche zwei verschiedene Kirchen. Der Glaube an Gott war für ihn schon immer ein besonderer Eckpfeiler und Anker. Egal, was sich in seinem Leben verändert hat, er konnte sich immer daran festhalten, dass Gott denen, die ihn liebhaben, immer alles zum Besten dienen lässt. Was ihm besonders wichtig geworden ist: Als Christ schaut man nicht auf andere hinab, man tut nicht so, als wäre man besser als die anderen, sondern man begegnet allen Menschen mit Offenheit und Liebe. Das ist für Arne zum Credo geworden, zu einem Lebensmotto, das ihn erfüllt und motiviert. Er will sehen, was er für andere tun kann. Und dann will er es auch tun.
Der Hoffnungsträger
Arnes Glaube prägte auch seine Zeit in der Nationalmannschaft, immerhin 82 Spiele hat er für Deutschland absolviert. Er hat mit seinen Teamkollegen gemeinsam gebetet und die Bibel gelesen – vor den Spielen und auch sonst. Für ihn ist klar: Er betritt das Spielfeld nicht, ohne vorher mit Gott geredet zu haben. Denn seine ganze Hoffnung ruht in ihm, dem Gott der Bibel. Gemeinsam mit anderen Prominenten setzt er sich dafür ein, dass der Glaube wächst und dass Kirchen den Anschluss an die Menschen nicht verlieren. Dass sie sich entwickeln. Dass sie mehr Offenheit und Empathie entwickeln, mehr Herzlichkeit pflegen und weniger Worthülsen brauchen. Dass mehr Jesus-Hoffnung herrscht und Menschen ein Zuhause finden.
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