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Das Lamm Gottes (Johannes 1,29)

von Klaus Riebesehl

Heute ist der 1. Advent. Advent heißt „Ankunft“ Die Adventszeit finde ich jedes Jahr immer wieder schön. Abends durch die Stadt gehen – da leuchten die Lichter so – wunderschön. In unserer Straße hatten die Leute alle ihre Fenster so schön geschmückt. Heute stecken wir den Adventskranz an. Ich freue mich einfach. Advent ist Vorfreude.

Worauf freut man sich da eigentlich?

Der Papa freut sich vielleicht auf das Weihnachtsgeld.
Die Eltern freuen sich, dass sie Weihnachten
mal ein paar Tage frei haben.
Die Oma freut sich, dass sie ihre Familie
mal wieder um sich hat.
Die Kinder freuen sich, dass sie Geschenke bekommen.
Alle miteinander freuen sich
auf eine schöne Weihnachtsfeier.

Ich weiß noch, wie ich es als Kind kaum aushalten
konnte, bis denn endlich der Heilige Abend da war.
Und das war bei uns tatsächlich immer erst abends.
Erst musste noch das Vieh versorgt werden.
Dann gab’s den obligatorischen Kartoffelsalat.
Und erst dann durften wir in die festlich
geschmückte gute Stube.
Und das Schönste am Ganzen war
immer noch die Vorfreude.
Advent: Vorfreude.

Die Ankunft
Advent ist Vorfreude. Frohe Erwartung.
Ich möchte euch noch
von einer anderen Ankunft erzählen.
Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie die Menschen damals
vor 2000 Jahren ganz gespannt zu Johannes dem Täufer kamen.

Erwartungsfroh sind sie alle.
Gespannt wie ein Flitzebogen!
„Ist er’s oder ist er’s nicht?“
    
„Hey, Johannes! Bist du der verheißene Retter?
Komm, spann uns nicht länger auf die Folter!
Raus mit der Sprache! Bist du der Messias?“
„Nein, Leute, ich bin’s nicht!
Ihr müsst noch warten!“

Und immer mehr Leute kommen.
Und eines Tages, eine Menge Leute sind da, da streckt
Johannes seinen Arm ganz weit aus:

„Da ist er!
Das ist der Retter!

Das ist das Lamm Gottes,
das die Welt von ihrer Schuld rettet!
Das ist Jesus, der Sohn Gottes,
dem müsst ihr euch anschließen.
Der kann euch retten!“

 

Im Advent schleppt so mancher
ein Päckchen mit sich herum, das er lieber los
wäre. Kein Weihnachtsgeschenk! Nein, nein!

Da hat sich einer mit seinem Bruder
gestritten und er weiß genau:
    
„Ich müsste eigentlich hingehen
und ihm die Hand geben.“
Ach, der ist doch schuld.

Und da schleppt er weiter das Paket herum.
Und es wird immer schwerer.

Zu meinem Cousin, Kommissar bei der Hamburger Polizei,
kam eines Tages ein Mann, ein Bankräuber.
Er konnte nicht mehr leben mit dem Geld,
das ihm nicht gehörte.
Und da hat er sich gestellt
und seinem Herzen Luft gemacht.
Das Paket war ihm immer schwerer auf der Seele.

Mancher läuft jahrelang gut mit
seinem Schuldgepäck herum.
Und irgendwann fängt es an zu drücken.
Es muss nicht gleich sein.

Und da stellt sich Jesus hin und sagt:

„Komm! Gib’s her!
Ich nehm’s dir ab!“

Hör auf, anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben.
Das glaubst du ja eigentlich selbst nicht.
Du brauchst keinen Sündenbock zu suchen.
Jesus ist bereit, der Sündenbock zu sein.

„Lade die Schuld einfach mir auf!
Ich trage sie raus und nehme sie weg!“

Das ist doch ein schöner Advent!
Ich muss mir keinen Sündenbock
für meinen Bockmist suchen.
Gott hat schon einen Sündenbock kommen lassen.

Herzliche Einladung an jeden,
einmal bei Jesus Bescheid zu geben.
Rede einfach mit ihm.
Er nimmt dir deine Schuld gerne ab –
auch wenn es ein dickes Päckchen ist.

 

 

 

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