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Geschichte schreiben

Erlebnisbericht

Ihre Oma sagte immer: „Gott hat keine Enkelkinder. Du musst deine eigene Geschichte mit Jesus schreiben. Es reicht nicht, dass ich glaube“. Und so betete Iris Satterly, dass Jesus auch ihr bester Freund werden würde. Sie hatte keine Ahnung, was noch alles auf sie zukommen würde.

Echt jetzt?

Meine Mutter rüttelte mich wach, mitten in der Nacht – es war zwei Uhr: „Ich fahre mit Papi ins Krankenhaus – es geht ihm nicht gut.“ Ich war sofort hellwach, stand auf und fand meinen Vater sich vor Schmerzen krümmend im Wohnzimmer in einem Sessel sitzend und stöhnend. Der Krankenwagen kam in dem Moment an, und er wurde versorgt und mitgenommen. Ich konnte nicht mehr schlafen in dieser Nacht. Gegen vier Uhr morgens fuhr ich zur Klinik, wo bei meinem Vater mittlerweile ein schwerer Herzinfarkt diagnostiziert und er dementsprechend behandelt wurde. Es folgten die vier heftigsten Wochen meines Lebens. Bei der unumgänglichen Bypass-Operation, die eine Woche später gemacht werden musste („Wenn Ihr Vater Weihnachten erleben will …“ – es war August!), traten haufenweise Komplikationen auf: Schlaganfall, Herzstillstand … Papi fiel ins Koma und wachte nicht mehr auf. Die kommenden Wochen waren ein erst leises und dann bewusstes Abschiednehmen. Vor allem für meine Mutter und mich – wir wussten, wir müssen ihn gehen lassen. In der Nacht, in der er starb, schien die Welt für mich stehenzubleiben. Zu meiner totalen Überraschung aber fuhren die Autos weiter, die Geschäfte öffneten, als sei nichts geschehen. Nur meine Welt war nicht mehr dieselbe. Ich war gerade 20 geworden, mein Bruder war 17, und meine Mutter mit 46 Jahren Witwe.

Im Schatten meiner Höhle

Ich war am totalen Ende meiner Kraft und meines Gottesverständnisses! Ich beschloss, aufzuhören zu glauben, und nahm mir Zeit und Abstand von Gemeinde und gläubigen Freunden. Mein Bruder sagte immer wieder: "Wie kann ein liebender Gott so etwas zulassen?“ Bis heute erinnere ich mich so megadeutlich an den Moment, als ich heulend in meinem Zimmer auf dem Boden saß und das Gefühl hatte, alle schauen in meine Höhle, von oben auf mich herab, und keiner weiß, wie es mir wirklich geht. Bis ich eine leise Stimme neben mir vernahm. In meinem Inneren hatte ich ein Bild: Jesus saß neben mir, im Schatten meiner Höhle. Er war da. Einfach da. Die ganze Zeit war er da gewesen. Er tröstete, wo keiner sonst es konnte. Unglaublich. Was für ein Erlebnis! Jesus war wirklich mein Freund, ich hatte ihn nur nicht gesehen. Es war also doch wahr und nicht nur frommes Geschwätz!

Magazin Winter 2017

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