Feiertage - Wenn man nicht mehr weiß, was sie bedeuten

Ratgeber

Gegen das Vergessen der Bedeutung kirchlicher Feiertage schrieb Hans-Georg Wünch sein Buch „Neu entdeckt“ und gewährt damit dem Leser aufschlussreiche Einblicke in Ursprung und Entwicklung des Kirchenjahres. Diesmal geht’s um Pfingsten.

Nach seiner leibhaftigen Auferstehung ist Jesus ja als Gott und Mensch in den Himmel aufgefahren und wurde dort von Gott zum Herrn über alles eingesetzt. Himmelfahrt ist so etwas wie ein „Thronbesteigungsfest“: Jesus wurde eingesetzt als „Sohn Gottes in Kraft.“ Römer 1,4. Er ist also der erste Mensch, der mit seinem neuen Leib im Himmel ist. Natürlich ist er auch immer noch Gott. Aber eben nicht nur. 100 Prozent Gott und 100 Prozent Mensch. Und wir sollen ihm gleich sein. Das schreibt Johannes in seinem ersten Brief, Kapitel 3, Vers 2. Aber wie soll das gehen? Jesus ist Gott und Mensch, wir nur Menschen! Hier kommt Pfingsten ins Spiel und wird wichtig. Der Heilige Geist kam nämlich in die Welt, um etwas Neues zu schaffen. Etwas, das es bisher noch nicht gab, etwas qualitativ völlig Neues.

Der Heilige Geist als Erneuerer

Gott will zum Wohl des Einzelnen seinen Geist in das Leben von Menschen geben, damit dieses Leben erneuert werden kann. Von altem Status zu neuem Status wechselt. Diesen Wechsel kann allein der Geist Gottes bewirken. Er verändert grundlegend, machte schon damals aus verängstigten und verunsicherten Jüngern Jesu vollmächtige Zeugen des auferstandenen Herrn.

Der Heilige Geist als Zurechtbringer

Gottes Geist hilft nicht nur zu einem neuen Anfang mit einer neuen Kraft, sondern er hilft nun sozusagen auch auf dem neuen Weg, den wir gehen, die Richtung nicht zu verlieren. Wir sollen von einem falschen auf den richtigen Weg gebracht werden. Hatten uns quasi verlaufen und werden nach Hause zurückgebracht.

Der Heilige Geist als Tröster

Gott verspricht nicht, dass sich alle unsere Probleme in Luft auflösen. Er sagt nicht, dass immer alles gut sein wird. Was er aber sagt und wozu er unverbrüchlich steht, ist dies: Dass er mit uns durch dick und dünn geht, stets an unserer Seite ist und uns in allen Problemen begleiten wird. Der Trost liegt also nicht darin, dass sich alles Unschöne auflösen wird, sondern dass wir in alledem nicht verlassen sind.

Der Heilige Geist verspricht uns seine bleibende Gegenwart. Wenn er in unser Leben eingekehrt ist, wenn es also sozusagen Pfingsten geworden ist bei uns, dann haben wir den Erneuerer, der uns nun als Kraft Gottes hilft, unser Leben ganz neu zu gestalten. Und wir haben den Zurechtbringer, in Zeiten, in denen wir uns verlaufen haben. Und wir haben dann auch den Tröster der versprochen hat, uns niemals allein zu lassen. Er hat tatsächlich jede Situation unseres Lebens in seiner Hand. Ihm, Gott, entgleitet nichts.

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