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Der Mann, der Frieden fand

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Immer wieder machen sich junge Frauen und Männer auf den Weg, ein freiwilliges soziales Jahr im Ausland zu verbringen. Und nicht wenige tun das auch, um dabei Erfahrungen mit Gott zu machen und ihren Glauben zu vertiefen. Einer von ihnen schreibt hier, was er erlebt hat. Aus Sicherheitsgründen ohne Angabe von Namen. Was seinen Bericht nicht schmälert.

Wir sind gerade von einer Wanderung im Mittleren Osten zurückgekommen. Zweieinhalb Wochen, 250km. Wie Rucksacktouristen marschierten wir durch die Gegend, von Stadt zu Stadt. Auch auf der Suche nach Gelegenheiten, um den Menschen, die in vielen Fällen noch nie zuvor mit einem Christen gesprochen hatten, von der Liebe Jesu weiterzusagen. 

Am ersten Tag beteten wir während wir gingen, wobei plötzlich eines unserer Teammitglieder eine Vision von Gott bekam. Er sagte: „Ich sah eine Moschee mit einer blauen Kuppel und sie hatte ein Kreuz oben drauf“. Zu dem Zeitpunkt waren wir nicht sicher, was wir mit diesem Eindruck anfangen sollten. Später am Tag, als wir durch die letzte Stadt vor dem Zeltplatz gingen auf dem wir übernachten wollten, sahen wir plötzlich eine Moschee mit einer blauen Kuppel. Genauso wie die, die Gott unserem Teamkameraden gezeigt hatte. Aber nicht nur das. Als wir uns der Moschee näherten, baten uns zwei Imame einzutreten. Wir setzten uns hin, und sie brachten uns Früchte zum Essen. Ehe wir uns versahen, schlossen sich uns einige weitere Imame an. Wir aßen alle zusammen während wir darüber sprachen, woran wir glauben. Die Unterhaltung dauerte an, und schließlich boten sie uns an, in der Moschee zu übernachten. Ein Angebot, das wir dankbar annahmen. Wir aßen Abendbrot zusammen und unterhielten uns bis in die frühen Morgenstunden weiter über unseren Glauben. Natürlich versuchten die Imame uns zum Islam zu bekehren, doch dadurch gaben sie uns auch die super Möglichkeit zu erzählen, wer Jesus ist und wie er unser Leben verändert hat. Irgendwann brachten unsere Gastgeber einen weiteren Imam herein, der sage und schreibe fließend Deutsch und auch ganz gut Englisch sprach. Das machte die Unterhaltung noch viel einfacher, weil mein Arabisch noch nicht ganz so gut war. Am nächsten Tag baten sie uns, drei Tage zu bleiben, worauf wir erklärten, dass wir weitergehen müssten, um unser Reiseziel zu erreichen. Also arrangierten sie, dass wir uns mit dem Imam der Stadt unseres nächsten geplanten Zeltplatzes treffen und bei ihm bleiben sollten.

„Natürlich versuchten die Imame uns zum Islam zu bekehren, doch dadurch gaben sie uns die super Möglichkeit zu erzählen, wer Jesus ist und wie er unser Leben verändert hat.“

Während wir wieder unterwegs waren, hatte ein weiteres Teammitglied eine Vision von Gott. Vor seinem inneren Auge sah er einen arabischen Mann auf einem Plastikstuhl sitzen und er spürte, wie Gott ihm sagte, er solle für den Mann beten. Am Nachmittag erreichten wir die Moschee, in der unser Freund vom Vortag eine Übernachtung für uns arrangiert hatte. Der Mann in der Moschee bat uns, nach dem Mittagsgebet an einer Lektion über den Islam teilzunehmen. Interessanterweise saß genau dort ein Mann auf einem Plastikstuhl und begann mit uns auf Englisch zu sprechen. Er erklärte, worum es in der Lektion ging, um sicher zu gehen, dass wir es verstanden hatten. Am Schluss fragte er, ob wir irgendwelche Fragen hätten. Dies öffnete uns wieder die Tür, ihm, einigen Imamen und etwa 20 weiteren Besuchern weiterzusagen, was wir über Jesus glauben, dass wir an ihn glauben. Bei dieser Unterhaltung fanden wir heraus, dass der Mann auf dem Stuhl Probleme mit seinen Knien hatte. Also beteten wir für ihn um Heilung. Es war ein unglaubliches Erlebnis, im Namen von Jesus um Heilung zu beten, mitten in einer Moschee, umgeben von mindestens 20 Muslimen. Dann gingen wir zum Haus des Imams, und wieder brachten sie jemanden, der uns auf Englisch den Islam erklären sollte. Wir konnten ebenfalls das Evangelium ausführlich erklären, und am Ende beteten wir mit ihnen und baten Gott, uns allen die Wahrheit zu zeigen. Am nächsten Morgen erhielten wir einen Anruf von dem englischsprechenden Mann, der uns erzählte: „Ich hatte vergangene Nacht einen Traum. Ich saß mit euch allen zusammen und fühlte einen unvorstellbaren Frieden in mir“.

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