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Ich habe mich verliebt

Kolumne

Wie romantisch … aber mal ehrlich. Dem einen klingt es glückstrunken nach dem Glück des Lebens, dem anderen, enttäuscht, frustriert und einsam, nach nichts als blankem Hohn. Wir haben es nicht immer so richtig leicht mit der Liebe, aber die Liebe mit uns wohl auch nicht. Dennoch: Gabriel Häsler ist einer, der die Abgründe kennt. Und er hat sich verliebt.

 

Nehmen wir einmal an, du hättest mich vor 23 Jahren in meiner ersten eigenen Wohnung besucht. Gleich beim Öffnen der Tür hätte dich eine süßlich duftende Marihuana-Wolke eingehüllt. Auf Grund der schlechten Sichtverhältnisse wärst du dann wohl über die Staubsauger-Stange gestolpert, die am Vorabend bei einer gröberen Auseinandersetzung vor dem Haus zum Einsatz kam. Dann wäre dir meine Katze „Sidi“ aufgefallen. „Sidi“ war eigentlich immer bekifft. Passiv natürlich, aber das ändert ja nichts. Zum Essen hätte ich dir bestimmt Spaghetti serviert. Ohne Sauce. Denn ich hatte eigentlich nie Geld – außer zum Saufen und für die Drogen. Diese Wohnung damals stand sinnbildlich für das Chaos in meinem Leben. Mit Gott hatte ich nichts am Hut. Ich war ein Dieb und über beide Ohren verschuldet. Mit meinem Vater war ich so zerstritten, dass ich schon mit 16 ausziehen musste. Ich war süchtig nach Alkohol und harten Drogen und hatte deswegen gerade meine dritte Lehrstelle verloren. Kurz: Ich hatte absolut keine Perspektive und stand mit 18 Jahren vor den Trümmern meines Lebens.

 

Es ist etwas passiert

Nun solltest du es aber nicht versäumen, mich heute – 23 Jahre später - erneut zu besuchen. Zusammen mit meiner Frau und den drei Kindern wohne ich in einer schmucken Wohnung mitten in der Stadt. Wir haben es echt gut miteinander und genießen es, zusammen zu sein. Ich bin frei von allen Süchten, habe keine Schulden, darf auf meinem Traumberuf arbeiten und lebe in Frieden mit jedermann. Was ist geschehen? Kurz nachdem du mich zum ersten Mal besucht hast, habe ich Gott kennengelernt. Das war an einem Abend während eines christlichen Musicals, zu dem mich meine Schwester mitgenommen hat. In diesem Musical wurde von Jesus erzählt. Davon, dass er derjenige ist, der unsere kaputte Beziehung mit Gott in Ordnung bringen kann. Und das habe ich dann gemacht. Ich habe mein Leben mit Gott in Ordnung gebracht. Ich wurde zu einem Kind von Gott und wenn man das heute aus Distanz betrachtet, hatte das offensichtlich massiv gute Auswirkungen auf all meine Umstände.

 

Wie schaut‘s aus bei dir?

Doch du darfst das nicht falsch verstehen. In mein Leben ist nicht Ordnung eingekehrt, weil ich nun als Christ strammstehen und Gottes Gebote einhalten musste. Ich war schon immer sehr rebellisch und zum Leid meines Vaters allergisch auf jede Form von Autorität. Nein. Etwas anderes ist passiert. Ich habe mich verliebt. Gott ist in mein Leben gekommen und hat durch seine Liebe mein Herz verändert. Plötzlich fing ich an zu realisieren, dass er es ja gut mit mir meint. Dass seine Gebote für mich und nicht gegen mich sind. Also habe ich angefangen, nach diesen Geboten zu leben und so ist über die Jahre mehr und mehr Ordnung in mein Leben eingekehrt.

 

Was wäre eigentlich, wenn wir das Ganze einmal umkehren und ich heute dich besuchen käme?  Wie sieht es aus in deinem Lebenshaus? Hast du dein Leben mit Gott schon in Ordnung gebracht?

„Was wäre eigentlich, wenn wir das Ganze einmal umkehren und ich heute dich besuchen käme?“

 

 

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