Feiertage - Wenn man nicht mehr weiß, was sie bedeuten

Ratgeber

Neben den Feiertagen des Kirchenjahrs haben wir eine Reihe von christlichen Erinnerungsfesten. Und weil die nicht immer und uneingeschränkt als Feiertage wahrgenommen werden, erklärt uns Hans-Georg Wünch in dieser Ausgabe die Bedeutung der jetzt vor uns liegenden.

Erntedank

Wenn man seine Kartoffeln bei Aldi und sein Fleisch bei REWE holt, wofür soll man da noch dankbar sein? Und wem ist noch der direkte Zusammenhang zwischen dem Wetter und der Ernte bewusst? Falls es einmal wegen einer schlechten Ernte in bestimmten Bereichen Engpässe gibt, kann man das Ganze ja irgendwo sonst auf der Welt kaufen. Dass dies dann „irgendwo sonst auf der Welt“ zu Engpässen führt, kümmert uns oft herzlich wenig. Ebenso wenig kümmert uns auch der Zusammenhang zwischen Saat und Ernte. Im übertragenen Sinn betrifft das auch unser Leben mit Gott. Denn auch da ernten wir, was wir säen. Ein Punkt, den wir nicht übersehen sollten.

Reformationstag

Es war der 31.Oktober 1517, kurz vor seinem 34. Geburtstag, als der junge Doktor der Theologie seine Thesen an die Kirchentür in Wittenberg schlug. In aller Öffentlichkeit trat Martin Luther für seinen neugewonnenen Glauben auf: Gott war anders, als er bisher gedacht hatte. Gott, der heilige Gott, erwartet nicht Werke der Bußfertigkeit oder gar teure Ablassbriefe von den Menschen. Er schenkt seine Vergebung aus lauter Gnade. Aus Liebe! Eine Erkenntnis, die im Folgenden die Welt veränderte! Und wir haben gelernt: Liebe und Gottesfurcht gehören untrennbar zusammen. Der heilige Gott ist unser liebender Vater.

Buß- und Bettag

Buße – damit können wir heute eigentlich nicht mehr viel anfangen. Was meint dieses Wort eigentlich? Buße kann – richtig verstanden – als Umkehr von einem falschen Weg zum Beispiel wichtig und hilfreich sein. Klar. Wer sich verfahren hat, kann einfach weiterfahren. Er wird dann nur sein Ziel nicht erreichen, da hilft nur Umkehr. Und genau das ist mit Buße gemeint: umkehren von einem falschen Weg und den richtigen Weg einschlagen. Der kann nur darin bestehen, sich wirklich mit seinem ganzen Leben auf Gott auszurichten und seine Wege zu gehen. Vertrau ihm! Gott kennt dein Gestern. Gib ihm dein Heute. Er sorgt für dein Morgen!

Ewigkeitssonntag

Es geht hier nicht nur um die Frage nach dem eigenen Tod. Es geht um die viel größere Frage nach der Gerechtigkeit Gottes, nach seiner Liebe und Zuwendung zum Menschen, die unbeantwortet bleiben muss, wenn der Tod und die Ewigkeit ausgeklammert werden. Wie viel Leid geschieht jeden Tag? Da sterben rund 30.000 Kinder täglich allein an Unterernährung oder vermeidbaren Krankheiten. In allem Unverständlichen gilt: Gott ist gerecht. Immer! Paulus formuliert es so: Denn ich bin überzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll. In der Ewigkeit.

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