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Weil die Welt zu wichtig ist

Ratgeber

Man muss kein Superaktivist im Stickpullover sein, um sich die Probleme rund um unsere Erde vor Augen zu halten. Was mal vollkommen war, droht immer mehr zu verkommen. Schuld daran ist der Mensch. Wenn der nur ein bisschen sorgfältiger wäre, meint Nicole Schmidt, wäre viel gewonnen.

Die letzte Klimakonferenz in Katowice liegt nicht lange zurück, und die Staatschefs sind sich einig, dass die bisherigen Maßnahmen zum Klimaschutz nicht ausreichen. Aber nicht nur die Staaten sind im Zugzwang. Jeder Einzelne hat eine Verantwortung. Berge von Müll landen im Meer, die Ressourcen werden zu stark beansprucht, die Luft mit Schadstoffen belastet. All das hat verheerende Auswirkungen auf die Heimat, die Gott für uns geschaffen hat. Es ist auch an uns, mit diesem Geschenk sorgsam umzugehen und Gottes Auftrag, seine Schöpfung zu bewahren, ernst zu nehmen: „Gott, der HERR, brachte den Menschen in den Garten von Eden. Er gab ihm die Aufgabe, den Garten zu bearbeiten und ihn zu bewahren“ (1. Mose 2, 16).

Mit nur einem Handgriff

Die folgenden Tipps für nachhaltiges Handeln sind nur eine kleine Auswahl aus einer langen Liste, und sie sind leicht im Alltag umzusetzen. Obwohl es sich nur um Kleinigkeiten handelt, scheitert meist die Umsetzung: Elektrogeräte sollten ausgeschaltet und nicht im Stand-by-Modus gelassen werden. Mit einer abschaltbaren Mehrfachsteckdose geht dies mit nur einem Knopfdruck. Regelmäßiges Abtauen der Kühltruhe reduziert den Stromverbrauch. Noch wird die meiste Energie aus fossilen Brennstoffen gewonnen, doch der Anteil der erneuerbaren Energien wächst stetig. Mit einem Wechsel des Stromanbieters fördert man diese noch. Wasch- und Spülmaschinen voll beladen. Koch- und Vorwäsche sind heutzutage überflüssig, eine Temperatur von 40 Grad reicht meist aus. Auf den Trockner kann man bewusst verzichten, besonders im Sommer.

„Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut.“

Mit nur etwas Nachdenken

Heute steht uns alles jederzeit zur Verfügung. Das verleitet dazu, mehr zu kaufen, als benötigt wird. Immer neue Trends sind verlockend. Doch alles muss produziert und transportiert, Aussortiertes ent
sorgt werden. Deshalb sollte man sich vor einem Kauf fragen, ob das neue Produkt wirklich benötigt wird, oder ob es so viel besser ist als das alte, noch funktionierende Gerät. In allen Bereichen weniger zu konsumieren entlastet die Umwelt. Es empfiehlt sich daher, Einkäufe zu planen, damit nicht unnötig Lebensmittel weggeworfen werden. Zudem ist vieles auch nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum noch genießbar und nicht schädlich für die Gesundheit. Darüber hinaus ist es sinnvoll, regional und saisonal zu kaufen, damit Transportwege eingespart werden. Wer trotz der weitgehenden Überfischung der Bestände nicht ganz auf Fisch verzichten möchte, sollte sich informieren, welche Fischsorte bedenkenlos gekauft werden kann. 

Mit nur ein wenig Einsicht

Die Menge an Müll zu reduzieren, die wir täglich produzieren, ist nicht einfach, denn Verpackungen sind allgegenwärtig und schwer aus unserem Alltag wegzudenken, auch wenn die Zahl der sogenannten Unverpackt-Läden steigt. Gemüsebeutel oder Einwegtragetaschen im Supermarkt zum Beispiel sind unnötig. Besser ist es wiederverwendbare Beutel zu benutzen. Reisen, egal ob per Auto, Flugzeug oder Schiff, verursachen immer große Emissionsmengen. Es gibt jedoch die Möglichkeit, die dadurch verursachte Menge an Kohlendioxid durch den Kauf eines CO2-Zertifikates auszugleichen, durch das verschiedenste Klimaschutzprojekte unterstützt werden. 

Hinter allem steht ein großes Schlagwort: Achtsamkeit. Achtsam sein mit meiner Umgebung und achtsam kaufen und konsumieren. Mich hinterfragen, abwägen und auch mal verzichten. Gott hat uns eine vollkommene Erde anvertraut und er liebt das Leben und seine Schöpfung: „Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut“ (1. Mose 1, 31).

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