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Feiertage - Wenn man nicht mehr weiß, was sie bedeuten

Ratgeber

Gegen das Vergessen der Bedeutung kirchlicher Feiertage schrieb Hans-Georg Wünch sein Buch „neu entdeckt“ und gewährt damit dem Leser einen aufschlussreichen Einblick in Ursprung und Werdegang dessen, was viele heute landauf landab für gegeben halten, weil sie sich freuen, an diesen Tagen nicht zur Arbeit zu müssen: Die Feste des Kirchenjahres.

Karfreitag

Es geht darum, dass der Sohn Gottes am Kreuz für unsere Sünde und Schuld stirbt. Wir müssen darüber nachdenken, was es heißt, ein Sünder zu sein. Sünde bedeutet mehr als böse Taten, das macht Jesus deutlich. Die eigentliche Sünde der Menschen ist die fehlende Verbindung zu Gott und als Folge davon eine Lebensführung, die nicht nach seinen Maßstäben fragt. Diese Verbindung zu Gott muss wiederhergestellt und die grundsätzliche Trennung aufgehoben werden. Und genau das ist geschehen. Am Karfreitag denken wir daran, dass der Einzige, der ohne Sünde war, für unsere Sünden gestorben ist. Jesus, der Sohn Gottes, ging in den Tod, damit wir das Leben haben. Vergebung ist mehr als nur gute Worte. Sie beschreibt den Vorgang, dass einer, der sehr reich ist, dem, der sehr viel zu zahlen hat, ein gültiges und gedecktes Angebot macht: Die komplette Übernahme aller Schulden. Eben dieses Angebot ist es, an das wir am Karfreitag erinnert werden und daran, dass Jesus auf die Antwort wartet. Nämlich, ob wir es annehmen oder ausschlagen.

Ostern

Hoffnungsträger sind Menschen, die eine Hoffnung in sich tragen, die über das Leben hinausgeht. Eine Hoffnung, die den Tod selbst überwindet. Wir als Christen haben eine solche Hoffnung. Sie ist begründet in der Auferstehung von Jesus Christus. Der starb am Kreuz für unsere Schuld und Sünde. Am Ostersonntag bestätigte Gott dieses Opfer durch die Auferstehung. Der, der eben noch qualvoll und unschuldig starb, überwindet jetzt den schmachvollen Tod und triumphiert. Weil Jesus lebt, gilt das Angebot der Hoffnung jedem. Hoffnung und Zukunft. Denn wer Jesus vertraut und seine Vergebung annimmt, wird ebenfalls von den Toten auferstehen. Für den menschlichen Geist schwer vorstellbar, deshalb aber nicht weniger wahr. Eine Frage des Glaubens. Ostern erinnert uns daran, was dieser Glaube in der Konsequenz bedeutet: Das ewige Leben.

Christi Himmelfahrt

In unserer westlichen Gesellschaft hat Himmelfahrt eigentlich nur noch eine Bedeutung: Schlicht und einfach „Vatertag“, oder auch „Männertag“, wie er vielerorts genannt wird. Was das Gedenken dieses Feiertages eigentlich ist: Die Bibel berichtet davon, dass Jesus wirklich in den Himmel aufgefahren ist, dahin zurück, wo er praktisch herkam. In, bzw. aus der Gegenwart und Herrlichkeit seines Vaters. Dieser Festtag erinnert uns daran, dass Jesus jetzt als König herrscht, dass er jetzt, sozusagen als Fürsprecher, vor Gott für uns aktiv ist, dass er die Jünger beauftragt hat, die gute Nachricht von Gottes vergebender Liebe und Gnade in der Welt zu verbreiten und dass er wiederkommen wird. Für alle sichtbar wieder auf die Erde. William Barclay sagte einmal: Die beste Vorbereitung auf die Wiederkunft Christi ist, niemals die Gegenwart Christi zu vergessen.

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