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Dem andern geben, was er braucht

Alltagstauglich

Die heilsame Erkenntnis, dass Männer und Frauen anders sind, ist nun wirklich keine Neuigkeit. Aber dass jede Beziehung ein gewisses Maß an Freiheit braucht, um die Identität des anderen zu wahren, kann zu einem „Aha-Erlebnis“ werden!

Ideal ist es, wenn Männer und Frauen lernen, dass es eine gesunde Pendelbewegung zwischen Ich und Du, zwischen Nähe und Distanz braucht. Eine herzliche Gemeinschaft passiert, indem beide ihr Getrenntsein und den Reichtum ihrer Unterschiedlichkeit erfahren und akzeptieren. 

Mann kämpft um Unabhängigkeit

Anderssein, Unabhängigkeit und Distanz gefährden nicht eine Beziehung, sondern machen sie reich und wertvoll. Entscheidend ist unsere Haltung und Einstellung dem anderen gegenüber nach dem Motto: „Liebe deine(n) Nächste(n), wie dich selbst!“ Genau das ist aber oft leichter gesagt als getan. Alleine die Ausdrucksweise von Männern und Frauen ist so anders, dass die Wissenschaft von zwei verschiedenen Sprachen spricht. Zum Beispiel könnte man das Leben eines Mannes als einen großen Wettkampf schildern. Für ihn ist das Leben herausfordernd, ein immerwährender Kampf um Selbständigkeit und Unabhängigkeit. Er steht ständig vor der Bedrohung zu versagen. Jeder Mann muss sich gegen seine Kollegen durchsetzen und gleichzeitig seiner Rolle in der Familie gerecht werden. Dementsprechend ist auch die männliche Sprache gekennzeichnet von dem Bestreben, Macht und Überlegenheit aufzubauen. 

Frau spricht über Entscheidungen

Frauen dagegen suchen Beziehung und versuchen, offene Freundschaften aufzubauen. Sie wünschen sich die gleiche Wellenlänge mit ihrem Gesprächspartner und freuen sich über Gemeinsamkeiten mit dem anderen. In der weiblichen Welt geht es um Vertrauen und Nähe. Daher ist es für eine Frau ganz normal, alle Kleinigkeiten mit ihrem Gegenüber zu besprechen und die verschiedenen Möglichkeiten miteinander abzuwägen. Schon das Gespräch an sich ist für sie ein Zeichen der Anteilnahme und Wertschätzung. Männer treffen ihre Entscheidungen vorzugsweise alleine. Ihnen sind die umständlichen Gespräche über relativ unwichtige Entscheidungsmöglichkeiten sekundär bis lästig. Sie fühlen sich dadurch eingeengt und bedrängt. Sie möchten zügig handeln. 
Frei sein „für“ und nicht „von“.

„Anderssein, Unabhängigkeit und Distanz gefährden nicht eine Beziehung, sondern machen sie reich und wertvoll.“

Die Kommunikationsmuster zwischen Mann und Frau sind grundverschieden, aber dennoch gleichwertig. Es geht nicht darum, dass die eine Form richtig und die andere falsch ist. Beide sind gut, notwendig und aufeinander abgestimmt. Das Ziel ist nicht, sein Gegenüber zu verändern, sondern zu verstehen. Wer so unterschiedlich ist wie Mann und Frau, der braucht Freiheit!

Eine Freiheit, die jedem erlaubt, er selbst zu sein, und die den anderen in seiner Andersartigkeit als Ergänzung und Bereicherung versteht.

Eine Freiheit, die das andere Geschlecht als ein Ebenbild Gottes  respektiert und daher positiv über  den anderen denkt und redet.

Eine Freiheit, die dem anderen eingesteht, Fehler zu machen, weil er weiß, dass keiner perfekt ist.

Eine Freiheit, die den anderen unterstützt, das Richtige zu tun, und selber für eine geistliche und moralisch gute Atmosphäre sorgt. 

Freiheit ist primär eine Freiheit für etwas, nicht eine Freiheit von etwas. Freiheit ist ein Geschenk an andere, das uns selbst zugute kommt.

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